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Netzeitung ] 02.09.2005
Gewitter und Regen behindern Bahnverkehr
Gewitter haben in Thüringen im Bahnverkehr für Verspätungen gesorgt. In Bayern sperrten die Streckenwärter ganze Abschnitte nach heftigem Regen, zwischen Hannover und Hamburg legte ein Blitz die Oberleitung lahm.
Heftige Gewitter haben den Bahnverkehr in Deutschland erheblich gestört. In Thüringen sorgten Blitzeinschläge in die Stellwerkstechnik dafür, dass auf der Bahnstrecke zwischen Erfurt und Eisenach über Stunden lang gar nichts mehr ging.
Auch auf der ICE-Strecke zwischen Hannover und Hamburg kam es zu Verspätungen, nachdem am frühen Morgen ein Blitz die Signaltechnik nahe der niedersächsischen Stadt Celle lahm gelegt hatte. In Bayern musste die Bahnstrecke Berchtesgaden - Bad Reichenhall nach heftigen Regenfällen gesperrt werden. Auch einige Bundesstraßen konnten in dem Gebiet nicht mehr befahren werden. In Teilen von Berchtesgaden fiel am Nachmittag der Strom aus.
50 Liter pro Quadratmeter
Rund 32.000 Blitze schlugen am Morgen aus der schmalen Gewitterfront in ganz Deutschland ein. Besonders betroffen war Thüringen. Weichen ließen sich nicht stellen, Signale standen auf Rot. Pendlerzüge waren bis zu zwei Stunden verspätet. Im Fernverkehr Richtung München, Frankfurt und Berlin wirkte sich das bis zum Nachmittag auf den gesamten deutschen Bahnverkehr aus. Insgesamt seien rund 90 Fern-, Nah- und Güterzüge von Verspätungen betroffen gewesen, sagte eine Bahn-Sprecherin.
In Mittelthüringen fielen nach Berechnungen des Wetterdienstes Meteomedia fast 50 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von nur sechs Stunden. Vielerorts standen Straßen unter Wasser. In Ostthüringen, auf der Autobahn München-Berlin, lösten vermutlich heftige Regenfälle einen Unfall zweier bayerischer Reisebusse aus. Ein Porsche kam auf Aquaplaning ins Schleudern und stellte sich quer. Dadurch fuhren die Busse aufeinander auf, 48 Insassen wurden leicht verletzt.
- nz -
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