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Networld ] 30.06.2005
Unwetter in Teilen Österreichs: Brände in Steiermark, Keller in Kärnten überflutet!
In Teilen Österreichs gab es Mittwochabend bzw. in der Nacht auf Donnerstag erneut Unwetter: Wegen Gewitter mit Blitzschlag wurden in der Steiermark drei Häuser und ein Geräteschuppen in Brand gesetzt. Im Bezirk Murau standen Straßen und Keller unter Wasser. Südlich von Graz waren laut Energie Steiermark Mittwochabend mehr als 10.000 Haushalte ohne Strom.
Am Dienstag gegen 19.30 Uhr kam es wegen eines Blitzschlages im Wohnhaus des Landwirts Johann R. (50) in Edelschrott (Bezirk Voitsberg) zu einem Brand. Der Blitz schlug im Giebel des Wohnhauses ein, zerschlug die dortigen Firstbretter sowie das Dach. Weiters wurde durch den Einschlag die elektrische Versorgung zum Teil unterbrochen. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr Edelschrott mit 14 Mann konnte das kurz zuvor entflammte Feuer rasch gelöscht werden. Personen kamen nicht zu Schaden.
Gegen 18.30 Uhr schlug infolge eines schweren Gewitters ein Blitz in das Wohnhaus des Landwirtes Johann H. (45) in Kobenz bei Knittelfeld ein. Der westliche Dachfirst wurde dabei vom Blitz getroffen. Der Besitzer konnte das entstehende Feuer mittels Gartenschlauch und Unterstützung der Feuerwehr löschen, so der Gendarmerieposten Seckau. In St. Peter am Ottersbach (Bezirk Radkersburg )brannte ein Geräteschuppen wegen Blitzeinschlags ab. In Hafning bei Weiz in der Oststeiermark verursachte ein Blitz in einem Bauernhaus einen Küchenbrand.
Schwere Unwetter verursachten im Bezirk Murau Überschwemmungen: Gegen 18.00 Uhr ging in Althofen in der Gemeinde St.Peter am Kammersberg ein heftiges Gewitter nieder. Mehrere Muren gingen ab, die die L501 zwischen Althofen und Katsch/Mur an mehreren Stellen verlegten. Die Freiwillige Feuerwehr Peterdorf war mit 30 Mann im Einsatz und musste mit Räumfahrzeugen die L501 von den Erdmassen freilegen. Weiters mussten mehrere Keller ausgepumpt werden. Die L501 war für rund eineinhalb Stunden erschwert passierbar.
Einige Keller in Kärnten überflutet
Heftige Regenfälle nach starken Gewittern haben auch in Kärnten in der Nacht auf Donnerstag wieder Schäden angerichtet. Am stärksten betroffen war wie schon am vergangenen Wochenende der Bezirk St. Veit. Einige Keller wurden überflutet und mussten von den Feuerwehren ausgepumpt werden. Zudem riss der Sturm zahlreiche Bäume um. Verletzt wurde niemand.
Umgeknickte Bäume in Vorarlberg
Ein heftiges Gewitter mit Sturmböen hat am Mittwochabend in Vorarlberg einige Bäume geknickt, verletzt wurde niemand. Größere Schäden blieben ebenfalls aus. Betroffen waren vor allem die Gemeinden rund um den Bodensee, teilte Günther Watzenegger, Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbands Vorarlberg, auf APA-Anfrage mit.
So räumten die Feuerwehren der Bodensee-Gemeinden Gaißau, Höchst, Fußach und Hard zwischen 20.00 und 21.00 Uhr mehrere mit Bäumen verlegte Straßen. Weitere ähnliche Einsätze gab es unter anderen in den vom Bodensee nicht weit entfernten Orten Hörbranz und Hohenweiler (Bezirk Bregenz). Bei Dornbirn-Nord blockierte ein Baum die Auffahrt zur Rheintalautobahn A14 in Fahrtrichtung Deutschland. In Bregenz-Vorkloster deckte der Sturm ein Haus ab. Auf die Intensität der Regenfälle angesprochen, sprach Watzenegger von einem "normalen Gewitter, wie es in diesem Sommer noch mehrere geben wird".
- apa/red -
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