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austria.com ] 29.06.2005
Zwei Verletzte nach Blitzschlag
Ein Blitzschlag hat am Dienstagabend eine Schutzhütte im obersteirischen Bezirk Bruck in Brand gesetzt und dabei zwei Wandererinnen aus Niederösterreich verletzt.
Wegen eines Gewitters hatten sich die beiden bei der so genannten Florlhütte untergestellt. Durch den Blitzeinschlag erlitten die Frauen u.a. einen Schock, konnten sich aber noch selbstständig ins Tal zur Ortschaft Seewiesen begeben. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, weil die Hütte nur zu Fuß erreichbar ist.
Am Dienstag zwischen 17.30 und 18.00 Uhr ging über das Hochschwabgebiet im Bezirk Bruck/Mur ein Unwetter nieder. Dabei schlug gegen 17.50 Uhr in die Florlhütte im Gemeindegebiet von Thörl im Bereich der Unteren Dullwitz ein Blitz in die auf rund 1.300 Meter Seehöhe gelegene Hütte ein. Zur Zeit des Gewitters waren auch Wanderer unterwegs: Roswitha S. (52) aus Wimpassing (NÖ) und ihre Bergkameradin Ilse C. (48) aus Egelsee (NÖ) suchten dabei unter der nicht bewirtschafteten Hütte Schutz vor dem Unwetter.
Sie setzten sich auf die Hausbank neben der Eingangstür, als laut Auskunft anderer absteigender Wanderer ein Blitz in den Kamin der Almhütte einschlug und durch die Eingangstür wieder ins Freie fuhr. Ilse C. wurde dabei vom Blitz an der Schulter getroffen und erlitt an beiden Füßen Brandwunden. Beide Wanderinnen erlitten einen Schock, konnten aber noch selbst ins Tal in Richtung Seewiesen absteigen. Von dort wurden sie ins LKH Bruck/Mur gebracht, wo C. stationär aufgenommen wurde. Laut Auskunft der Ärzte sind die Brandverletzungen nicht lebensgefährlich.
Auf Grund des alpinen Geländes - die Florlhütte ist über keine Straße zu erreichen - waren die Löscharbeiten äußerst schwierig. Bis zum Eintreffen der Feuerwehren und der inzwischen angeforderten Hubschrauber des Innenministeriums aus Graz bzw. einem beigezogenen Privathubschrauber hatte das Feuer bereits die Almhütte sowie das Nebengebäude bis zu den Grundmauern eingeäschert.
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