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  [ Oberösterreichische Nachrichten ] 24.05.2005

Mehr als doppelt so viele Blitze wie in einem Jahr

LINZ. Während der Gewitter im Ennstal schlugen pro Quadratkilometer bis zu sieben Blitze im Boden ein - mehr als doppelt so viele wie im Schnitt in einem ganzen Jahr. Und es schüttete wie aus Schaffeln.

In Oberösterreich zuckten am Montag 1231 Blitze - fast alle östlich der Linie Linz-Gmunden.

"Am stärksten waren gegen Abend Reichraming, Großraming, Ternberg, Losenstein, Steyr sowie der Strudengau und das Gebiet nahe Zwettl in Niederösterreich betroffen", berichtet Gerhard Diendorfer, Chef des Blitzinformationssystems Aldis, den OÖN. Während es in manchen Gemeinden fast pausenlos blitzte und krachte, waren die kleinräumigen Gewitter 15 Kilometer weiter kaum zu spüren. Die Blitze in den Wolken werden von Aldis nicht gezählt. Diendorfer: "Das sind drei bis fünf Mal so viele wie in Bodennähe.

Seit Jahresbeginn schlugen 2803 Blitze in Oberösterreich ein. Mehr Blitze gab es seit 1992 im Vergleichszeitraum nur in den Jahren 2000 (5840) und 1993 (3030).

Bis 60 Liter Regen

Laut Bernhard Niedermoser von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Salzburg fiel am Montag Nachmittag und Abend in Zwettl in Niederösterreich binnen drei Stunden 60 Liter Regen pro Quadratmeter. Das entspricht der halben Mai-Niederschlagsmenge eines Durchschnittsjahres.

Niedermoser: "Im Ennstal wurden bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Binnen kurzer Zeit hatten sich bis zu 15 Kilometer hohe Gewittertürme gebildet."

- OÖN -


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