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  [ Niederösterreichische Nachrichten ] 24.05.2005

Gewitter: Straßen, Keller überflutet!

WETTER-KAPRIOLEN / Unwetter sorgte am 23. Mai im Raum Gmünd für überflutete Keller und Straßen, im Süden des Bezirkes für Stromausfälle.

BEZIRK GMÜND / Gerade einmal ein paar Tage lang hielt das Schönwetter an, ehe in den Abendstunden des 23. Mai das erste heftige Gewitter in diesem Jahr über weite Teile des Bezirkes Gmünd niederging. Besonders betroffen war diesmal der Raum Gmünd, wo überflutete Keller und Straßenabschnitte zu mehreren Feuerwehreinsätzen führten. Auch die EVN war im Einsatz, um mehrere Stromausfälle unter Kontrolle zu bringen.

Im Raum Gmünd mussten sieben Feuerwehren (Gmünd, Hoheneich, Nondorf, Albrechts, Waldenstein, Eichberg und Kirchberg) zu Auspumparbeiten ausrücken. Ebenfalls im Einsatz waren die Feuerwehren Heidenreichstein, Schrems und Ullrichs. „Die Kanäle konnten das Oberflächenwasser nicht mehr fassen. Das Ergebnis waren überflutete Keller und Straßenzüge“, berichtete Bezirksfeuerwehrkommandant Otmar Bauer. In den Gebieten Weitra und Litschau hat es laut Bauer keine derartigen Einsätze gegeben. „Der Elexenbach in Waldenstein und Großhöbarten trat bereits über die Ufer, ansonsten machten die Bäche und Flüsse keine Probleme“, so Bauer.

In Gmünd verursachte der heftige Regen auch einige Verkehrsprobleme. In der Weitraer Straße blieben beim Bahnviadukt einige Autos in den Fluten stecken und mussten von den Mitarbeitern des Bauhofes „an Land“ gezogen werden.

Drei Autos verloren ihre Kennzeichen im Wasser
Ebenfalls „Hochwasseralarm“ gab es in der Albrechtserstraße (Höhe Finanzamt). Auch hier blieben einige Fahrzeuge auf der Strecke. „Wir haben drei Kennzeichen geborgen, die die Fahrzeuge beim Durchfahren der überfluteten Straßenabschnitte verloren haben“, berichtete ein Gendarmeriebeamter der NÖN. Gefunden wurden ein Zwettler und ein Gmünder Kennzeichen sowie ein Deutsches.

Mit dem Abklingen der Niederschläge entspannte sich nach 19 Uhr für die im Einsatz stehenden Feuerwehren die Lage. Erhebliche Probleme verursachte das Unwetter auch der EVN. Laut Auskunft von Bezirksstellenleiter Anton Hausmann, waren vor allem die Orte Steinbach, Harmanschlag, Maißen, Hirschenwies und Lauterbach von längeren Stromausfällen betroffen. „Schuld waren meist Blitzeinschläge in Trafo-Stationen und Bäume, die in Leitungen gestürzt waren“, so Hausmann. Bis zu vier Stunden blieben hier manche Ortschaften ohne Strom.

Auch in der Bezirkshauptstadt blieben Haushalte rund eine Stunde ohne Strom: Betroffen war hier vor allem der Bereich um die Otto-Wilhartitz-Straße. Schuld war ein Blitzeinschlag in eine Trafostation im Stadtgebiet. Hausmann: „Wir hatten Hochbetrieb und versuchten die Stromausfälle so schnell wie möglich zu beheben.“ Gegen 20 Uhr konnte schließlich überall im Bezirk Entwarnung gegeben werden, alle Stromnetze waren wieder instand gesetzt worden.

- fdi -


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