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Wiesbadener Tagblatt ] 09.02.2005
Der Winter kehrt lautstark zurück
Der Winter hat sich am späten Montagabend für viele überraschend zurückgemeldet. Und das nicht nur mit Macht, sondern - ausgesprochen ungewöhnlich - auch recht lautstark mit Blitz und Donner.
Ein Gewitter als "Begleitmusik" zum Schneefall, daran mochten nur wenige glauben. Da schien ein Unglück, gar ein Flugzeugabsturz für viele Wiesbadener wahrscheinlicher als derlei kuriose Wetterkapriolen.
Die Hauptlast angesichts des Wetterumschwungs hatten zweifelsohne mal wieder die Mitarbeiter des Winterdienstes bei den Entsorgungsbetrieben (ELW) zu tragen. Sie waren vom Wetterdienst rechtzeitig vorgewarnt worden und bereits ab 21 Uhr im Einsatz, berichtete Pressesprecher Frank Fischer. Zunächst mit dem normalen Schichtdienst, ab 1.30 Uhr kamen zehn Kollegen, die Bereitschaftsdienst hatten, hinzu. Insgesamt 14 Leute waren die Nacht über mit ihren Räum- und Streufahrzeugen im Einsatz, ab 6 Uhr waren es dann bis zu 30, erzählte Fischer.
Lag es an der guten Arbeit des Winterdienstes, an der Vorsicht der Verkehrsteilnehmer - oder an beiden? Wie dem auch sei. Helmuth Klinger, der Pressesprecher der Polizei, berichtete jedenfalls von minimalen Problemen, sowohl in der Stadt als auch im Kreis. Die Autofahrer hätten sich ausgesprochen rücksichtsvoll und umsichtig verhalten, lobte Klinger. So rollte der Verkehr zwar langsam, aber sicher über die winterlichen Straßen.
Das galt weitgehend auch für die Busse des öffentlichen Nahverkehrs. Gravierende Probleme, hieß es gestern bei ESWE-Verkehr, habe es nicht gegeben - wohl aber Verspätungen von bis zu zwölf Minuten. Lediglich ein Bus der Linie22 blieb am frühen Morgen im Schnee stecken - trotz der Allwetterreifen, die ESWE schon seit vielen Jahren montiert. Doch dank der guten Arbeit des Winterdienstes sei die Mehrzahl der Busse gut vorangekommen.
- BLD -
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