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Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach ] 09.02.2005
US-Militärflugzeuge vom Blitz getroffen
Sichere Landung in Frankfurt / Heftiges Gewitter schreckt Wiesbadener und Mainzer auf
WIESBADEN/MAINZ Ein kurzes, aber heftiges Gewitter hat in der Nacht zum Dienstag viele Wiesbadener und Mainzer aus dem Schlaf geschreckt. Zwei US-Militärflugzeuge wurden vom Blitz getroffen - sind aber sicher auf der Frankfurter Rhein-Main-Airbase gelandet.
"Das war, als ob ganz Wiesbaden explodiert wäre", beschreibt eine Frau aus Mainz-Gonsenheim den nächtlichen Schock. "Es hat einen unglaublichen Donnerschlag gegeben", erzählt eine Wiesbadenerin. "Das Haus hat gezittert, der Himmel war gleißend weiß und dann feuerrot." Bei der Polizei in Wiesbaden klingelte ununterbrochen der Notruf. "Viele besorgte Bürger haben in der Nacht angerufen", weiß Präsidiumssprecher Helmuth Klinger. In Mainz rissen das ungewöhnlich heftige Gewitter und das Lichtspektakel am Himmel nicht ganz so viele Menschen aus dem Schlaf. "Viele haben Fastnacht gefeiert, es war überall laut", sagt Polizeisprecherin Heidi Nägel.
Viele glaubten an eine Bombenexplosion. Mitten im Wetterleuchten sahen einige ein Flugzeug - und befürchteten, es sei explodiert und möglicherweise abgestürzt. Die US-Airforce bestätigte gestern dieser Zeitung, dass zwei US-Militär-Transportmaschinen in der Nacht auf dem Weg zur Rhein-Main-Airbase vom Blitz getroffen worden seien. "Das ist nicht ungewöhnlich, wenn Flugzeuge durch einen Sturm fliegen", sagte Chris Watt, Sprecher der US-Luftstreitkräfte in Europa in Ramstein. Niemand an Bord sei verletzt worden, an den Maschinen sei nur geringer Schaden entstanden. Eine Notlandung sei nicht notwendig gewesen. Diese Informationen bestätigte auch Uriah Orland, Sprecher der US-Airforce auf der Rhein-Main-Airbase: "Weder für die Menschen am Boden noch in den Flugzeugen hat Gefahr bestanden." Deswegen sei die Anzahl der Passagiere auch irrelevant, sie werde nicht bekannt gegeben. Die Maschinen, die gegen 2 Uhr in Frankfurt gelandet seien, würden sorgfältig kontrolliert und repariert, bevor sie wieder in Dienst gestellt würden.
"Bei uns hat ein Pilot um 1.01 Uhr angerufen und von einem Blitzschlag gesprochen und ist dann bevorzugt heruntergenommen worden", sagte Anja Tomic, Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS). Auch wenn nichts passiert sei, spreche die DFS in diesem Fall von einer Notlandung. "Dass ein Flugzeug vom Blitz getroffen wird, passiert nicht so oft", erklärte Tomic. Für die Bevölkerung habe der Vorfall allerdings keine Gefahr bedeutet.
- AR -
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