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Neue Züricher Zeitung ] 19.01.2005
Ursache von Stromausfall im Dunkeln
Notnetz hatte sich nach Blitzschlag aus unbekannten Gründen nicht eingeschaltet
Die Ursache des Stromausfalls vom Dienstag im Genferseegebiet liegt noch im Dunkeln. Denn noch ist nicht bekannt, weshalb auch das Notnetz zusammenbrach, das sich nach einem Blitzschlag in einen Leitungsmasten einschaltete.
Der Stromunterbruch sei nicht von Genf, sondern von Lausanne ausgegangen, sagte Philippe Verburgh, Direktor der Industriellen Betriebe Genf (SIG). Nach seinen Angaben floss dank der über Lausanne führenden Notversorgung nach dem Blitzschlag um 14.42 Uhr noch Strom.
Unterbruch ging von Lausanne aus
Zehn Minuten später versagte die Versorgung, weil ein strategisch wichtiger Leitungsabschnitt westlich von Lausanne ebenfalls unterbrochen wurde. Die Ursache sei zur Zeit noch unklar, sagte Verburgh. Klar sei aber, dass erst diese zweite Panne weite Teile des Genferseegebietes ins Dunkel versinken liess. Ebenfalls noch unbekannt ist, wie der Blitz bei Genf drei grössere Versorgungsleitungen auf einen Schlag kappen konnte. Zwei der betroffenen Linien werden über die gleichen Masten geführt; die dritte führt über eine eigene Infrastruktur. Welcher Mast genau vom Blitz getroffen wurde, ist noch nicht bekannt.
Verletzte Mutter ausser Gefahr
In Genf führte der Stromunterbruch zu einem tragischen Vekehrsunfall. Ein fünfjähriges Mädchen und seine Grossmutter wurden von einem Feuerwehrauto getötet, das in eine Menschengruppe fuhr. Die schwer verletzte Mutter des Kindes ist nicht mehr in Lebensgefahr, wie das Universitätsspital am Mittwoch auf Anfrage bekanntgab. Das Feuerwehrauto war mit eingeschalteten Sirenen und Blaulicht zu einem durch den Stromausfall bedingten Einsatz unterwegs, als der Lenker auf einem Tramgeleise die Kontrolle über das Fahrzeug verlor.
- sda -
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