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  [ Neue Züricher Zeitung ] 18.01.2005

Stromausfall wegen Blitz im Genfersee-Gebiet

Feuerwehrauto überfährt Mädchen

Von Genf bis Lausanne ist am Dienstag um 14 Uhr 42 für gut eine Stunde weiträumig der Strom ausgefallen. Ein Blitz hatte in eine Starkstromleitung eingeschlagen. Die während eines heftigen Gewitters getroffene Leitung führe 220 000 Volt, hiess es bei den Genfer Stadtwerken. Die Panne sei nach gut einer Stunde behoben gewesen.

In der Rhonestadt mussten die Wehrdienste rund 200 Mal ausrücken, um im Lift blockierte Personen zu retten. In Genf wie in Lausanne blieben die Trams und Trolleybusse stecken. Die Signalanlagen fielen aus, was zu einem Verkehrschaos führte. Da die SBB über ein eigenes Stromnetz verfügen, verkehrten ihre Züge fahrplanmässig. Dagegen fielen Licht und Informationstafeln in den Bahnhöfen aus.

Notstrom am Flughafen
In Lausanne schlossen zahlreiche Geschäfte. Weil wegen der ausgefallenen Ventilatoren in der Abfallverbrennungsanlage eine Überhitzung drohte, musste die Polizei ausrücken. Aus dem ganzen Kanton Waadt gingen haufenweise Notrufe bei der Polizei ein. Nach Angaben eines Sprechers gerieten einige Personen in Panik. In der gesamten betroffenen Region war das Handy-Netz überlastet. Auf dem Flughafen Genf gab es keine nennenswerten Probleme, weil bei einem Stromausfall ein Notstromaggregat einspringt. Auch das Universitätsspital in Genf wurde von Notstromaggregaten versorgt.

Mädchen tödlich verletzt
Ein Feuerwehrwagen hat am Dienstagnachmittag in Genf ein fünfjähriges Mädchen angefahren und tödlich verletzt; dessen Mutter und Grossmutter mussten mit schweren Verletzungen ins Spital eingeliefert werden. Der Einsatzwagen der Rettungsdienste sei mit Blaulicht unterwegs gewesen, als der Fahrer die Herrschaft über das Fahrzeug verloren habe, teilte die Polizei mit. Das Auto sei auf das Trottoir geschleudert und habe dabei die beiden Frauen, die mit dem Mädchen im Kinderwagen zu Fuss unterwegs waren, angefahren.
 
- sda -


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