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Aargauer Zeitung ] 10.10.2004
Kalter Blitz spaltete eine 200-jährige Eiche
Was für eine Gewalt doch die Natur entwickelt. Punkt Mitternacht vom Freitag auf den Samstag spaltete der Blitz in Berikon eine 200-jährige Eiche. Übers Wochenende war sie das Ziel der Ausflüge.
Eichen stehen auf Landsgemeindeplätzen genauso, wie riesige Kastanien die Gartenwirtschaften bedecken. Diese Wunderbäume werden bei uns uralt, überleben viele Generationen. Niemand kann ihnen etwas anhaben. Denkste. Das Unwetter von Freitagnacht lag lange dräuend über dem Friedlisberg und drohte nach Süden abzudriften. Es schlug gerade Mitternacht, als der Blitz am Rande von Berikon, an der Marrengasse auf halber Höhe zum Beriker Schützenhaus, einen kerngesunden 30-Meter-Baum von der Krone bis zur Wurzel «zmitts» spaltete. Da flogen sogar Meterspälten durch die Luft, begleitet von viel Blatt- und Astwerk. Gleichzeitig versagte im Unterdorf die Stromversorgung – Natur pur.
Max Welti, mit diesen Wunderbäumen aufgewachsen, erinnert sich, dass hier in seiner Jugendzeit drei so grosse Eichen standen wie die, die jetzt gespaltet ist – er ist fassungslos. Würde man den Riesenbaum nun mit Bändern umfassen und so schützen und erhalten müssen? Fällen will er seine Eiche nicht. Einen solchen Generationenbaum aufgeben? – Undenkbar!
In der Nacht auf Samstag hat es am Mutschellen übrigens rund 16 Liter pro Quadratmeter geregnet, in der Nacht auf Sonntag noch mal.
- mz/hre/cze -
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