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  [ Mitteldeutsche Zeitung ] 19.07.2004

Blitz setzt Löbnitzer Haus in Brand

Menschen nicht verletzt - 55 Feuerwehrleute vor Ort im Einsatz

"Es war ein tierischer Knall", erzählt Stephanie Hinze. Ein Knall, "der ganz nah war." Dass, was sie am Sonntagabend gegen 20.40 Uhr hochschreckte, war ein Blitzschlag. Und der schlug direkt in ihrer Nähe ein. In ein Mehrzweckhaus im Gewerbegebiet in Löbnitz an der Linde.

Ein Blitzschlag, der schwere Schäden anrichten sollte. "Wir haben den Einschlag gehört, dachten erst das Trafo-Häuschen ist getroffen," berichten die Bewohner des Hauses, Jan Domitz und seine Freundin. "Wir haben versucht den Hund zu beruhigen und dann immer wieder dieses Klicken im Haus gehört. Als wir aus der Dachluke schauten, sahen wir die Ziegel springen und dann das Feuer. Es war schrecklich", sagen sie.

Wie Wolfgang Czech auf MZ-Anfrage informierte, rückten die freiwilligen Feuerwehren aus Löbnitz, Köthen, Gröbzig und Merzien zur Brandbekämpfung aus. Insgesamt waren 55 Kameraden vor Ort, teilt der amtierende Köthener Wehrleiter mit. Erst habe der Dachstuhl in Flammen gestanden, das Feuer habe sich aber schnell ausgebreitet. Die Bewohner des Hauses, das gleichzeitig als Firmensitz dient, kamen nicht zu Schaden, so Czech. Gegen 23.30 Uhr habe man den Brand unter Kontrolle gebracht, teilt der Einsatzleiter weiter mit. Die Brandwache vor Ort leistete die Löbnitzer Wehr bis Montag 6.30 Uhr, berichtet Achim Hinze, der stellvertretende Wehrleiter, der selbst bis weit nach Mitternacht im Einsatz war. Wie auch Ortsbürgermeister Karl-Heinz Hensel, der sich betroffen zeigt von dem, was geschehen ist.

Das Unwetter im Landkreis Köthen richtete am Sonntagabend noch weitere Schäden an. In Pißdorf brannte ein baufälliges Nebengebäude in der Dorfstraße 1 und in der Köthener Gartenanlage "An der Rüsternbreite" fing Buschwerk Feuer. Die Wehren aus Pißdorf und Köthen löschten die Brände.

Schäden entstanden auch durch den sintflutartigen Regen. Zahlreiche Keller mussten unter anderem in Köthen, Wörbzig, Aken und Elsdorf ausgepumpt werden. Durch das "Starkregenereignis" habe die Kapazität der Kanäle nicht ausgereicht, informiert Thomas Winkler. Betroffen waren in Köthen unter anderem Badeweg, Akazienstraße, Friedrich-Ebert-Straße, teilt der Geschäftsführer des Abwasserverbandes Köthen weiter mit. Der Bereitschaftsdienst war bis 21.30 Uhr im Einsatz, so Winkler.

- cz -


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