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  [ Frankfurter Neue Presse ] 18.07.2004

Unwetter in Hessen

Blitze entzünden Dachstühle - Blockierte Bahnstrecke

Gießen. Bei dem Unwetter in der Nacht auf Sonntag haben Blitze mehrere Dachstühle in Hessen in Brand gesetzt. Außerdem sorgten umgestürzte Bäume kurzfristig für Verkehrsbehinderungen, und auf dem Edersee in Nordhessen kenterten zahlreiche Boote. Laut Polizeibericht wurden keine Menschen verletzt. Die Schadenshöhe war zunächst nicht bekannt.

In Fulda vermutet die Feuerwehr einen Blitzschlag als Ursache für eine Schwelbrand, der das Dach eines Niedrigenergiehauses entzündete. Das Gebäude war zur Unglückzeit nicht bewohnt. Der Schaden wird auf 300 000 Euro geschätzt. In Hünfelden bei Limburg schlug der Blitz in eine Scheune ein. Daraufhin brannte der Giebel vollständig ab. Kurze Zeit später entfachte ein Blitz ein Feuer im Dach eines Wohnhauses in Bad Camberg. In beiden Fällen steht die Höhe des Schadens noch nicht fest. In Lich schlug der Blitz in den Turm der Stadtkirche ein. Dabei brach nach Auskunft der Polizei jedoch entgegen erster Befürchtungen kein Brand aus.

Im Vogelsbergkreis sorgten umgestürzte Bäume für Verkehrsbehinderungen. So fuhr ein Regionalzug in Bad Salzschlirf bei Fulda über Baumkronen, die auf die Schienen gefallen waren. Die Strecke musste nach Angaben des Bundesgrenzschutzes knapp eine Stunde gesperrt werden.

Auf dem Edersee wurden die Teilnehmer einer Segelboot-Regatta von dem Unwetter überrascht. Etwa 50 Boote kippten um, sie wurden von der Wasserschutzpolizei wieder aufgerichtet oder abgeschleppt. Weiterhin riss der Sturm einen Steg am Rande des Sees ab, an dem über 50 Segelboote befestigt waren.

- dpa -


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