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RP Online ] 09.07.2004
Sommer 2004: Unwetter in Sachsen und Bayern
Chemnitz/Regensburg. In der zweiten Nacht in Folge haben heftige Unwetter über Deutschland für große Schäden gesorgt. Vor allem in Bayern und Sachsen stürzten Bäume um und Straßen standen unter Wasser.
Im Kreis Regensburg ließ der Sturm zahlreiche Bäume umknicken und deckte Dächer ab. In Sachsen wurden vor allem im Bereich Chemnitz Straßen überflutet und Keller unter Wasser gesetzt. In Torgau brannte eine Scheune nach einem Blitzeinschlag vollständig ab. Der allgemeine Sachschaden ließ sich am Freitagmorgen noch nicht beziffern.
In Chemnitz wurden in der Stadt und im Landkreis zahlreiche Straßen überschwemmt. Technisches Hilfswerk und Feuerwehr waren im Einsatz. Mehrere Fahrzeuge wurden beschädigt, als ein Baugerüst umstürzte. Im Bereich Leipzig waren vor allem Torgau und Grimma betroffen, wo wie auch in Zwickau Keller volliefen und Straßen überschwemmt wurden. Nach Angaben des Lagezentrums im Innenministerium waren am Freitagmorgen die meisten Beeinträchtigungen bei öffentlichen Straßen wieder behoben, Personenschäden waren nicht bekannt.
In Bayern wütete das Unwetter mit orkanartigen Sturmböen am Mittwochabend zwischen Neumarkt in der Oberpfalz und dem Landkreis Cham und im Bereich Regensburg. Ein Feuerwehrmann wurde während eines Einsatzes von einem herabfallenden Dachziegel leicht verletzt, eine Autofahrerin in Regensburg erlitt einen Schock, als sie ihr Auto unter einem umgestürzten Baum vorfand.
Viele Keller liefen voll
In Regensburg wurden mehr als 50 Autos von umgestürzten Bäumen und herabfallenden Ästen beschädigt, Keller liefen voll. Mehrere Dächer wurden vom Sturm teilweise abgedeckt oder von umfallenden Bäumen beschädigt. Das Stadtgartenamt Regensburg sperrte sämtliche Parkanlagen im Stadtgebiet, wegen möglicher herabfallender Äste oder noch umfallender Bäume bestand noch am Freitagmorgen Lebensgefahr. In Mintraching und in Lappersdorf wurde kurzzeitig die Stromversorgung lahmgelegt, nachdem umgestützte Bäume auf Stromleitungen gefallen waren.
Auch im Landkreis Cham deckte der Sturm Hausdächer teilweise ab, das Haus des Skiclubs Arrach brannte nach Blitzschlag nieder. Der Schnellzug Prag-Schwandorf fuhr bei Cham gegen einen über den Schienen liegenden Baum. An der Lok entstanden größere Beschädigungen, die 45 im Zug sitzenden Fahrgäste blieben jedoch unverletzt. Wegen Beschädigungen an der Schiene musste die Bahnstrecke etwa drei Stunden gesperrt werden. In Lengenfeld im Landkreis Neumarkt schlug der Blitz in eine Stallung ein, Brandschaden von mehreren Tausend Euro entstand. Zahlreiche Straßen waren wegen umgestürzter Bäume kurzzeitig gesperrt. Die Polizei schätzte den Sachschaden auf mehrere hunderttausend Euro.
- rpo -
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