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Newsclick ] 05.07.2004
Gewitter richtet schwere Schäden an
Unwetter tobte eine Stunde über der Stadt – Blitze schlugen in zwei Wohnhäuser und der Burg Neuhaus ein
Braunschweig - Wie aus dem Nichts baut sich am Sonnabend gegen 14 Uhr im Norden der Stadt eine schwarze Wolkenfront auf. Blitze zucken im Sekundentakt. Regen ergießt sich in Strömen. Ein mächtiges Gewitter zieht in weniger als einer Stunde über Wolfsburg hinweg – und richtet schwere Schäden an.
Einer der ersten Blitze schlägt im VW-Bürozentrum Nord ein. Die Brandmeldeanlage löst aus, die Berufsfeuerwehr rückt an. Kein weiterer Schaden. Wenig später: Über dem Burgfest in Neuhaus kracht es. Ein Blitz fährt in einen Giebel der Wasserfestung. Zum Glück kommt niemand zu Schaden. Das Gewitter zieht weiter: "Es ging in kürzester Zeit", beschreibt ein Sprecher der Berufsfeuerwehr die Lage am Sonnabend.
In Nordsteimke erleidet ein Hausbesitzer Verbrennungen an den Händen: Als er feststellt, dass ein Blitz ins Dach eingeschlagen und einen Brand verursacht hat, reagiert er schnell, versucht selbst zu löschen. "Dabei ist er verletzt worden", teilt die Feuerwehr mit. Die Freiwilligen Wehren Nordsteimke, Hehlingen und Vorsfelde rücken aus. Die Eberstädter setzen die Drehleiter ein: Vom Korb aus wird das Dach des Hauses an mehreren Stellen geöffnet, um Glutnester zu löschen. Das Feuer ist rasch unter Kontrolle.
Fast zur gleichen Zeit entlädt sich das tobende Gewitter auch über dem Westerfeld in Mörse: Ein weiteres Gebäude wird von einem Blitz getroffen, Dachpappe gerät in Brand. Die Berufsfeuerwehr löscht, unterstützt von den Freiwilligen Wehren Mörse und Ehmen. Auch in diesem Fall ist das Feuer rasch aus. Niemand wird verletzt. Während im ganzen Stadtgebiet, von Ehmen bis Wendschott, Sommerfeste im strömenden Regen untergehen und vorzeitig beendet werden, fällt das kurze Unwetter noch einen Baum im Mörser Winkel. Den Stamm zersägt die Feuerwehr zersägt.
Gegen 15 Uhr ist das Gewitter weiter gezogen. Ruhe kehrt ein. Kurze Zeit später können die Brandschützer wieder von ihren Einsatzorten abrücken: "Feuer aus", lautet die Meldung. Ein weiteres Unwetter über Wolfsburg ist überstanden. Kurios: Es gab keinen einzigen Hochwasser-Alarm.
- Michael Michalzik -
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