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HAMBURGER ABENDBLATT ] 10.06.2004
Donnerwetter - Viele Keller liefen voll
Norderstedt - Mit einem Donnerwetter begann der Mittwochmorgen gegen 8 Uhr: Wassermassen ergossen sich aus tiefschwarzen Wolken, Blitze schlugen ein. Bei der Norderstedter Feuerwehr liefen die Notrufe im Dutzend ein. Insgesamt rückten die Wehr und das Technische Hilfswerk zwischen 7.50 und 11.30 Uhr zu 33 Einsätzen aus.
Über den Uhlenkamp war ein Baum gestürzt, der zersägt und beseitigt werden musste. Am Alten Kirchenweg hatte der Blitz in eine Birke eingeschlagen. Die Rinde des Baumes platzte ab, zwanzig Minuten später fiel der Baum auf den Rasen. Zwischen dem Langenharmer Weg und der Rathausallee musste die Ulzburger Straße für 30 Minuten komplett gesperrt werden. Die Wassermassen hatten die Straße überschwemmt. In einer Tiefgarage stand das Wasser danach 70 Zentimeter hoch.
Die Masse der Einsätze galt Privathaushalten: Keller und Garagen waren vollgelaufen. Bei einigen Reihenhausbewohnern am Schinkelring fiel das Frühstück buchstäblich ins Wasser: "Wir saßen noch am Kaffeetisch, da hörten wir es unten im Gang plätschern", sagt Handwerker Rino Cururci (29). Das Regenwasser schoss unter der Tür hindurch in den Keller. Cururci: "30 Zentimeter hoch war die Brühe." Einen Laptop, eine Videokamera und einen PC konnte Cururci nicht mehr retten. "Versichert ist das alles nicht: Meine Hausrat- und Gebäudeversicherung deckt keine Schäden durch Regenwasser ab", sagt er.
Nicht besser erging es seinem Nachbarn, Kältemonteur Klaus Lazina (49): "Ich wohne seit 20 Jahren hier. Aber sowas kam noch nie vor." Auch bei ihm stand das Wasser im Keller. Den durchweichten Laminatboden kann er jetzt rausreißen. "Die Gullys vor der Haustür sind mit allerlei Müll verstopft. Mich wundert es nicht, dass die das Regenwasser nicht aufnehmen können. Und wir haben jetzt den Schaden", sagt Lazina.
- abm -
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