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SZ-online ] 12.05.2004
Haus brennt in Liebenau
Blitz und Donner hielten in der Nacht zu Dienstag viele Einwohner im Weißeritzkreis wach. Etliche Feuerwehrleute mussten sogar aus den Betten, weil Gewitter und Regengüsse Schaden anrichteten.
Eine Gewitterfront hatte gegen 21.45 Uhr das Osterzgebirge erreicht und machte es sich gemütlich. "Das Gewitter hat mehrere Stunden direkt über uns gestanden", berichtete Heinz Fischer. Seit etwa 40 Jahren beobachtet der Klingenberger das Wetter. Dass es nachts blitzt und donnert und dann noch ungefähr fünf Stunden lang, ist selbst für ihn ungewöhnlich. Diese Wetterunbilden blieben nicht ohne Folgen. Fünf Mal mussten Feuerwehren im Weißeritzkreis ausrücken, weil vermutlich der Blitz eingeschlagen hatte oder Wasserschäden zu beseitigen waren. Am schwersten hatte es in der Nacht ein Wohnhaus in Liebenau erwischt. Ein Blitz setzte etwa 2.50 Uhr das Gebäude in Flammen – zum Glück steht es seit Jahren leer. "Wir konnten nichts mehr machen", sagte gestern der Geisinger Gemeindewehrleiter Günter Richter. "Wir haben das Gebäude kontrolliert abbrennen lassen." Ein Löschen war nicht mehr möglich. Der Regen konnte den Feuerwehrleuten aus Lauenstein, Geising, Liebenau und Dittersdorf auch nicht mehr helfen. "Das war schon kurios: Erst hatte es wie verrückt geregnet, und als es brannte, war der Regen vorbei", schilderte Günter Richter. Auch in Colmnitz und Pohrsdorf hatte vermutlich der Blitz in Wohnhäuser eingeschlagen. Doch der Schaden sei zum Glück gering gewesen, schätzte Kreisbrandmeister Dietmar Torau ein. Die Bewohner konnten nach einem Schreck noch in der Nacht wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.
Auch die Regengüsse richteten Schäden an. In Ruppendorf spülten sie Erde auf eine Straße, ebenso in Friedersdorf. Die Feuerwehrleute sorgten dafür, dass die Straßen wieder befahrbar waren.
Eine Unwetterwarnung hatte der Weißeritzkreis für die Nacht erhalten. Aber gestern Vormittag war sie wieder aufgehoben worden. "Die Flüsse führen zwar mehr Wasser als normal, aber es besteht kein Grund zur Besorgnis", beruhigte Kreisbrandmeister Torau.
- Mandy Schaks -
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