Blitzschutz Online Werbung
menu  
 H O M E P A G E 
 E X P E R T E N 
 V E R B Ä N D E 
 F O R U M 
 I N F O S 
 S O F T W A R E 
 H O T L I N K S 
 F U N D S T Ü C K E 
 
 
suche
in Blitzschutz Online: 
 
fundstücke
 
  [ LVZ-online ] 12.05.2004

Hagel und schwere Gewitter - ein Toter bei Unwettern in Sachsen

Mehrere Unwetter und Gewitter mit Hagel und starkem Regen haben in der Nacht zu gestern in Sachsen Straßen überflutet und verschlammt. Ein 19-Jähriger starb, als er mit seinem Fahrzeug auf der regennassen Autobahn 4 bei Chemnitz vermutlich wegen Aquaplanings ins Schleudern kam und gegen einen Baum prallte.

Dresden. Mehrere Unwetter und Gewitter mit Hagel und starkem Regen haben in der Nacht zu gestern in Sachsen Straßen überflutet und verschlammt. Ein 19-Jähriger starb, als er mit seinem Fahrzeug auf der regennassen Autobahn 4 bei Chemnitz vermutlich wegen Aquaplanings ins Schleudern kam und gegen einen Baum prallte. In ihrem Horst auf einer Scheune bei Stolpen (Landkreis Sächsische Schweiz) wurden zwei Störche vom Blitz getroffen und getötet. Mehrere Straßen wurden wegen Schlammes gesperrt. In Dresden und Umgebung gab es nach Polizeiangaben kleinere Erdrutsche und leichte Blitzeinschläge.

In den Städten und Gemeinden entlang der Mulde wurde gestern die Hochwasserwarnstufe I ausgerufen. Tendenz: steigend. In Roßwein rechnete man sogar mit der Stufe III. Die Talsperre Kriebstein ließ vorsorglich Wasser ab, um größere Niederschlagsmengen auffangen zu können.

Sintflutartige Niederschläge überschwemmten Keller in der Region Oschatz. Ein Stromausfall behinderte die Alarmierung der Rettungskräfte, so Dieter Geißler von der Rettungsleitstelle Delitzsch.

Auch für die Nacht zu heute hatte der Deutsche Wetterdienst in Leipzig für die Regionen um Leipzig, Meißen, Riesa, Großenhain sowie Vogtland und Erzgebirge Unwetterwarnungen herausgegeben. Erwartet wurden stellenweise Regenmengen von 20 bis 50 Liter pro Quadratmeter, Hagel sowie Windböen und schwere Gewitter. Das Landesamt für Umwelt und Geologie rechnete mit einem Ansteigen der Elbe-Nebenflüsse, der Mulden im Erzgebirge und der Weißen Elster.

In ganz Deutschland soll sich in den nächsten Tagen - pünktlich zu den so genannten Eisheiligen - das mäßig warme Wetter mit hoher Luftfeuchtigkeit fortsetzen. Auf die Eisheiligen-Regel kann man sich jedoch beim Wetter nicht verlassen. "Wir haben in diesem Jahr nicht so die typischen Eisheiligen", sagte gestern Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Die Gefahr für Bodenfrost sei bis zum Sonnabend eher gering. Danach ströme aber noch einmal kältere Luft aus dem Norden ein. "Wir können in diesem Jahr nicht ganz Entwarnung geben, dass mit der Kalten Sophie am Sonnabend alles vorbei ist", fügte der Meteorologe hinzu.

"Die Eisheiligen sind eine typische Wettererscheinung, die sich in den Aufzeichnungen immer wieder findet", erläuterte der Meteorologe. Bauern hätten früher die Beobachtung gemacht, dass zwischen dem 11. und 15. Mai in diesem Zeitraum Nachtfröste auftreten, die Pflanzen und Saatgut schädigen können.

- R.H. -


© LVZ-online 2004 - Ein Service von www.blitzschutz.com
zum Seitenanfang zurück