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SZ-online ] 07.05.2004
Blitzeinschlag - Rentnerin in Lift gefangen
ZWICKAU - Todesangst auf zwei Quadratmetern: Als der Blitz einschlug, stürzte der Fahrstuhl in die Tiefe. Eine Frau steckte in der engen Kabine. Lift-Opfer Bärbel Becker (68) schrie um ihr Leben. Und dachte: „Gleich bin ich tot.“
Die Rentnerin wohnt mit ihrem Mann Manfred (74) in der fünften Etage in der Zaanstadter Straße in Zwickau. Das Rentnerpaar wollte zu einer Geburtstagsfeier. Da plötzlich wurde der Himmel schwarz. Ein schweres Unwetter zog über den Stadtteil Neuplanitz. Blitze zischten am Himmel, der Donner hallte durch das Neubaugebiet. Damit Oma Bärbel nicht zu nass wurde, fuhr Gatte Manfred das Auto vors Haus. In diesem Moment stieg seine Frau in den Fahrstuhl. In dem Moment krachte es, ein Blitz schlug in das Haus ein. Im Fahrstuhl wurde es dunkel, Oma Bärbel verlor den Halt unter den Füßen, die Kabine schoss nach unten. Erst ein Stockwerk tiefer kam der Lift zum Stehen. Polizeisprecher Volker Kroh (49): „Die Sicherheits-Bremse hat den Fahrstuhl gestoppt.“ Mehr als 30 Minuten hatte Oma Bärbel Todesangst, erst dann befreiten Feuerwehrleute die geschockte Frau. Ihr Manfred nahm sie tröstend in den Arm. Oma Bärbel: „In einen Fahrstuhl bekommt man mich nie mehr.“
- Thomas Fischer -
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