[
Salzburger Nachrichten ] 04.09.2003
Blitz schlug ein. Tod auf Hochstand
Ein Jäger (27) aus Niederösterreich wurde auf dem Hochstand von einem Blitz - dem einzigen an dem Abend - tödlich getroffen. Der Bruder fand die Leiche.
Erst 19 Stunden nach seinem Tod wurde der Leichnam des 27-Jährigen von seinem Bruder am Dienstag um fünf Uhr nachmittags gefunden. Seine Familie hatte sich Sorgen gemacht, als sie den jungen Mann auf seinem Handy am Dienstagvormittag immer noch nicht erreicht hatte. Montagabend hatte sich der erfahrene Jäger aus Prellenkirchen zur Wildschweinjagd aufgemacht. Um 22 Uhr schlug ein Blitz in seinen Hochstand am Südhang des Spitzerberges (Bezirk Bruck/Leitha) ein.
Besonders tragisch: An dem Abend soll es gar kein Gewitter, sondern nur eine einzige Entladung gegeben haben. Und diese tötete den Mann. "Der Tote galt als besonders erfahrener Jäger. Er hätte bei einem Gewitter den Hochstand sofort verlassen", ist Peter Lebersorger, der Geschäftsführer des nö. Jagdverbandes, überzeugt. Denn es gelte die Regel, den Hochstand sofort zu verlassen, wenn ein Gewitter anzieht. Vor allem ziehe das Gewehr - da aus Metall - den Blitz zusätzlich an. Im aktuellen Fall war auch das Gestell des Drehsessels, auf dem das Opfer saß, sowie das Untergestell des Hochstandes aus Metall. "Ein Untergestell aus Metall ist durchaus üblich", so Lebersorger. Für die Hochstände zuständig sei derjenige, der die Jagd gepachtet hat. Lebersorger: "Wir werden uns den Fall genau ansehen und schauen, ob man daraus weitere Sicherheitsempfehlungen ableiten kann."
(SN.)
© Salzburger Nachrichten 2003 - Ein Service von www.blitzschutz.com
|