Blitzschutz Online Werbung
menu  
 H O M E P A G E 
 E X P E R T E N 
 V E R B Ä N D E 
 F O R U M 
 I N F O S 
 S O F T W A R E 
 H O T L I N K S 
 F U N D S T Ü C K E 
 
 
suche
in Blitzschutz Online: 
 
fundstücke
 
  [ Pirmasenser Zeitung ] 02.08.2003

Blitzeinschlag vernichtet Wohnhaus mit Reetdach

Eine Million Euro Schaden bei Brand in Nünschweiler

Nünschweiler. Lichterloh brannte in der Nacht zum Montag ein 22 Jahre altes Reetdachhaus nachdem dort ein Blitz eingeschlagen hatte. Über 60 Feuerwehrleute konnten nicht verhindern, dass das Wohnhaus völlig ausbrannte.
 
Gestern Nachmittag dauerten die Löscharbeiten an dem mit einem großen Reetdach gedeckten Wohnhaus des Busunternehmers Egon Bandner noch an. Er konnte sich zusammen mit seiner Frau in der Nacht vor den Flammen retten.
 
Gegen 23.40 Uhr gab es mehrere laute Donnerschläge über Nünschweiler. "Ich bin aber nicht davon ausgegangen, dass der Blitz bei uns eingeschlagen hat", berichtet Hausbesitzer Egon Bandner, der direkt angrenzend seinen Busreiseverkehr betreibt. Erst als er Brandgeruch wahrgenommen habe, sei er nach draußen gegangen: "Da hat das ganze Dach gequalmt." Offene Flammen habe er keine gesehen. Die gab es aber, als die Feuerwehr Minuten später eintraf. Da schlugen Meter hohe Flammen aus dem für pfälzische Verhältnisse ungewohnt mit Reet gedeckten Haus. Bis nach Windsberg war der rote Feuerschein des Feuers zu sehen. Bandner hatte zuvor mit seiner Ehefrau das Haus unversehrt verlassen können.
 
"Wir mussten darauf achten, dass die Flammen nicht auf die angrenzende Bushalle übergreifen, erläutert Herbert Müller, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen. Weil man das zunächst nicht absehen konnte, wurden vorsorglich alle Busse aus der Halle gefahren. Neben der Nünschweilerer Wehr kamen auch die Feuerwehren aus Rieschweiler, Mühlbach, Höhfröschen und Thaleischweiler-Fröschen, ein Tanklöschfahrzeug aus Dellfeld, ein Leiterwagen aus Pirmasens sowie ein mit Atemschutzgeräten bestücktes Fahrzeug aus Rodalben zum Einsatz. Dennoch konnte das Gebäude nicht gerettet werden, bedauert Müller. Das trockene Schilf und hölzerne Zimmerdecken gaben den Flammen ausreichend Nahrung. Neben dem Gebäude wurde auch die gesamte Inneneinrichtung des Hauses zerstört.
 
Gegen 3 Uhr war der Brand gelöscht. Die Nachlöscharbeiten dauerten gestern jedoch den ganzen Tag über an. Das Besitzerehepaar hat vorübergehend Unterschlupf bei seinem Sohn gefunden, der ebenfalls in Nünschweiler wohnt. Den Sachschaden an Gebäude und Einrichtung schätzt die Feuerwehr auf rund eine Million Euro.
 
(hll)


© Pirmasenser Zeitung 2003 - Ein Service von www.blitzschutz.com
zum Seitenanfang zurück