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Oberpfalznet ] 16.06.2003
60 Rinder verbrennen im Stall
Blitzschlag setzt landwirtschaftliches Anwesen in Kainsricht in Brand - 500000 Euro Sachschaden
Kainsricht. Ein Blitz hat am frühen Samstagabend in ein landwirtschaftliches Anwesen eingeschlagen und eine Stallung mit zwei Nebengebäuden in Brand gesetzt. 60 Rinder kamen in den Flammen um. Der Besitzer des Bauernhofes, ein 70-jähriger Landwirt, erlitt einen Schock. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mindestens 500000 Euro.
Samstag, kurz nach 18 Uhr. Über Kainsricht geht ein heftiges Gewitter nieder. Ein 70-jähriger Landwirt und seine Ehefrau verrichten gerade im Stall ihre Arbeit, sie melken die Kühe. Plötzlich schlägt ein Blitz in das landwirtschaftliche Anwesen ein und setzt schlagartig die Stallung mit zwei Nebengebäuden in Brand.
Notruf über Handy
Die Ortschaft, die zur Gemeinde Gebenbach gehört, ist plötzlich ohne Strom, weshalb auch die Telefone nicht mehr funktionieren. Erst über das Mobiltelefon eines Nachbarn kann ein Notruf abgesetzt werden. Als die ersten Feuerwehrmänner eintreffen, brennt der Stall lichterloh. Das Gebäude ist in UForm errichtet. Die Stallung selbst ist 50 Meter lang, die im 90-Grad-Winkel dazu errichteten Gebäude haben eine Länge von jeweils 40 Meter.
Der Stall des Bauernhofes ist ausgerichtet auf die Unterbringung von 150 Großtieren. Und 150 Tiere waren auch darin untergebracht. Viele der Tiere können gerettet werden, Einsatzkräfte und Helfer aus der Nachbarschaft können sie ins Freie treiben. Für 60 Rinder jedoch bringt das Großfeuer den Tod.
Tiere eingeschläfert
Sie sterben entweder in den Flammen oder müssen aufgrund massiver Brandverletzungen eingeschläfert werden. Mitarbeiter der Tierkörperbeseitigungsanlage in Rothenstadt holen am Sonntag die Kadaver ab. Der Eigentümer, ein 70-jähriger Landwirt, erleidet einen Schock. Er wird ärztlich behandelt, muss jedoch nicht in ein Krankenhaus gebracht werden.
Mit vereinten Kräften bekämpfen insgesamt 120 Aktive der Feuerwehren aus Kainsricht, Gebenbach, Hahnbach, Krondorf-Burgstall, Hirschau, Mimbach und Atzmannsricht die Flammen. Zu retten ist nicht mehr viel. Die Stallung, auf deren Dachboden Stroh und Heu gelagert war, brennt bis auf die Grundmauern nieder.
Um 21 Uhr ist das Feuer aus. Doch für die Feuerwehrmänner ist die Arbeit noch nicht beendet. Die Aktiven aus Kainsricht, Gebenbach und Atzmannsricht übernehmen die Brandwache. Die geretteten Tiere wurden nach Angaben von Kreisbrandrat Franz Iberer zunächst auf eine Wiese getrieben; die Jungtiere anschließend auf Höfen der Nachbarschaft eingestellt, die Kühe nach Mimbach gefahren, wo sie gemolken werden konnten.
Heute wird die abgebrannte Stallung abgerissen. Die Amberger Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf mindestens 500000 Euro.
(san)
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