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  [ Siegener-Zeitung ] 21.08.2002

Großbrand in Littfelder Sägewerk

Ursache: Vermutlich ein Blitzeinschlag

Littfeld - Gefährlicher Löscheinsatz zwischen meterhohen Holzstapeln. 65 Feuerwehrmänner aus Littfeld, Krombach und Eichen (Löschzug III) kämpften gestern Abend gegen die Flammen im Littfelder Sägewerk Brand.
 
Anwohner hatten Rauch aus dem Dach empor steigen sehen, um 19.25 Uhr die Feuerwehr informiert. Als die ersten Wehrleute wenig später auf dem Gelände eintrafen, schlugen bereits die Flammen aus dem Dach der rund 1000 Quadratmeter großen Halle. Löschangriff mit drei B- und drei C-Rohren.
 
Vorsorglich war auch DRK-Zug vor Ort. Er brauchte nicht einzugreifen: Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Die Männer vom Löschzug III hatten die Flammen schnell unter Kontrolle. Natürliche Hilfe gab es von ganz oben. Ein Platzregen schlug über Littfeld nieder. Die Wehrleute gingen trotzdem auf Nummer sicher, forderten die Drehleiter aus Kreuztal an. Aus der Vogelperspektive kontrollierten die Kreuztaler Kollegen, ob Funken auf den benachbarten Spänebunker übergesprungen waren. Um 21 Uhr gab Stadtbrandinspektor Hartmund Flender Entwarnung – kein Feuer in und an den Nachbargebäuden. Mittlerweile hatten die Löschtrupps auf dem Boden auch den Brand in der Lagerhalle (eine Holzkonstruktion) gelöscht.
 
Vermutlich hat das schwere Unwetter den Großbrand ausgelöst – ist ein Blitz in die Halle geschlagen. Zur Brandursache gab es gestern Abend von offizieller Seite keine Angaben. Auch die Schadenshöhe war auf die Schnelle nicht zu ermitteln. Flender: »In der Halle stehen ja auch eine Menge Maschinen. Was davon alles vernichtet oder beschädigt wurde, können erst genauere Untersuchungen ergeben.« Heute werden Brandsachverständige in Littfeld erwartet. Für Norbert Burghaus (65), Vater des Sägewerk-Besitzers Dirk Burghaus, kommt jedoch nur die Blitz-Variante in Frage. Denn: »Hier ist vor zehn Jahren schon einmal der Blitz eingeschlagen«, berichtete der Senior vor den Trümmern der Lagerhalle.
 
Vergeblich versuchte Vater Norbert gestern, seinen Sohn über Handy zu erreichen. »Der ist auf der Wendener Kirmes.« Die dicke und böse Überraschung bekam Sohn Dirk dann nach dem Kirmes-Bummel präsentiert.
 
- mavo/dige -


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