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Westfalenpost ] 01.08.2002
Heiße Nacht für Feuerwehr
Kokslaster und Dach in Brand
Büschergrund - Eine heiße Nacht erlebten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Erst der brennende Kokslaster auf der Autobahn, dann kam auch noch das angekündigte Unwetter über Freudenberg.
Alle Hände voll zu tun hatte die Freudenberger Feuerwehr in der Nacht zu Mittwoch. Ein Kokslaster auf der Autobahn musste gelöscht werden, dann schlug der Blitz in ein Wohnhaus in der Südstraße ein und setzte den Dachstuhl in Brand.
Die Meteorologen hatten Recht. Blitz, Donner und starke Regenfälle in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. In der Südstraße 1 schlug der Blitz in das Dach eines Wohnhaus ein. Der Einschlag war so gewaltig, dass der Dachstuhl zu brennen begann. Innerhalb weniger Stunden der nächste Großeinsatz für die Feuerwehr.
Noch während die Feuerwehrfrauen- und Männer an die Einsatzstelle Südstraße eilten, kam von der Leitstelle aus Siegen der nächste Blitzeinschlag. In der Oststraße hatte sich der Blitz den Sicherungskasten eines Hauses ausgesucht.
Nun hatte der Stadtbrandmeister Uwe Saßmannshausen das Problem, seine vorhanden Kräfte teilen zu müssen. Noch während die Wasserversorgung aufgebaut und die Stromzufuhr in der Südstraße unterbrochen wurde, bekam die Einsatzleitung die erste positive Nachricht von der Unglücksstelle Oststraße. Das Feuer ist aus. Die Suche nach versteckten Brandnestern war in der Ostraße keine Herausforderung mehr.
Der einsetzende Regen machte den Feuerwehrleuten in der Südstraße mehr zu schaffen. Hier musste die obere Etage des Wohnhaus durchsucht werden. Eine große Anstrengung für die Atemschutzträger der Feuerwehr, da die Temperatur auch um drei Uhr früh mit 18 Grad noch keine Abkühlung brachte. Die Hausbewohner waren Tags zuvor in Urlaub an die Nordsee gefahren. Ein Nachbar hatte die Hausschlüssel, so musste wenigsten die Wohnungstür nicht eingeschlagen werden.
Ein großes Lob kam aus dem Rathaus. Bürgermeister Eckhard Günther dankte den vielen freiwilligen Einsatzkräften, die in dieser "heißen Nacht" bis an die Grenzen der Leistungskraft gegangen sind.
- Henning Prill -
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