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Kölnische Rundschau ] 01.08.2002
Hagel, Blitzeinschläge, Überflutungen
Eifel stark betroffen
Frankfurt - Zwei Tiefdruckgebiete haben Deutschland in die Zange genommen - deshalb ist auch in den nächsten Tagen mit Gewittern zu rechnen. Vor allem in Bayern sollte es nach Einschätzung der Meteorologen gestern Abend noch zu starken Gewittern mit ergiebigem Regen kommen.
Die Unwetterwarnung sprach von möglichen Überflutungen und drohendem Hagel mit Körnern von bis zu vier Zentimetern Durchmesser. Vorhergesagte Unwetter in Nordrhein-Westfalen fielen nicht so schlimm aus wie befürchtet und wie tags zuvor.
Zu heftigen Überschwemmungen kam es allerdings im Eifelort Kall. Dort musste eine Unterführung zeitweise gesperrt werden, zahlreiche Keller und die Ausstellungsräume eines Möbelhauses liefen voll.
Heftige Gewitter mit Riesen-Hagelkörnern, Blitz-Einschlägen und Sturmböen hatten in der Nacht zu gestern in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens für chaotische Verhältnisse gesorgt.
Nach Angaben von Polizei und Feuerwehr wurden mehrere hundert Keller überflutet. Starke Windböen knickten zahlreiche Bäume um. Blitze verursachten mehrere Feuer. Menschen kamen glücklicherweise jedoch nicht zu Schaden.
Von den Unwettern am Dienstag besonders betroffen waren der Raum Aachen und der Kreis Viersen. Aber auch der Niederrhein, das Bergische Land, die Eifel und das Ruhrgebiet blieben von dem Unwetter nicht verschont. Vermutlich von einem Blitz getroffen brannte in Viersen ein Bauernhof ab.
Allein in der Stadt Aachen musste die Feuerwehr rund 60 Keller leer pumpen. Hagelkörner mit einer Dicke von 1,8 Zentimeter prasselten nieder. In 40 Minuten fielen insgesamt 28 Liter Niederschlag pro Quadratmeter.
Auch im Kreis Viersen schlugen die Gewitter mit voller Wucht zu. Allein in der Stadt Viersen musste die Feuerwehr 60 Mal ausrücken. In Hagen musste ein Autofahrer mit ansehen, wie sein Fahrzeug binnen Sekunden bis zur Motorhaube in Wasser versank, nachdem ein Kanaldeckel vom Regenwasser hoch geschleudert worden war.
Auch in Frankreich gab es heftige Niederschläge und Unwetterschäden. Besonders schlimm traf es Großbritannien, wo hunderte Menschen ihre Häuser fluchtartig verlassen mussten, weil ernste Schäden an den Gebäuden wegen der Wassermassen befürchtet wurden.
- ap / EB -
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