Blitzschutz Online Werbung
menu  
 H O M E P A G E 
 E X P E R T E N 
 V E R B Ä N D E 
 F O R U M 
 I N F O S 
 S O F T W A R E 
 H O T L I N K S 
 F U N D S T Ü C K E 
 
 
suche
in Blitzschutz Online: 
 
fundstücke
 
  [ Pipeline ] 21.06.2002

Dann gibt es einen enormen Domino-Effekt

Ein Blitzeinschlag hatte das Chaos ausgelöst

Kempen - Eine Stunde lang ging gestern Morgen nichts mehr bei der Bahn. Hunderte von Berufspendlern kamen zu spät zur Arbeit. Ein Blitzeinschlag hatte das Chaos ausgelöst.
 
Als am Donnerstag in den frühen Morgenstunden so mancher wegen der heftigen Donnerschläge fast aus dem Bett fiel, schlug ein Blitz kurz nach 6 Uhr in ein elektronisches Stellwerk der Bahn AG in Krefeld ein - mit erheblichen Folgen: Signal- und Sicherungstechnik wurden zerstört. Auf den Strecken im Bereich, Duisburg, Krefeld, Viersen, Mönchengladbach, Kempen und Kleve konnten weder Weichen gestellt noch Signale gegeben werden.
 
Die Folgen des Blitzeinschlags bekamen die Bahnkunden im Raum Kempen, Pendler auf dem Weg zur Arbeit, verschärft zu spüren: Für eine Stunde lag der Bahnverkehr komplett lahm. Betroffen waren beide Richtungen Krefeld und Geldern -, so dass Hunderte betroffen waren.
 
Teilweise herrschten chaotische Zustände. Ungeduldige suchten, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen - meist vergeblich, weil alles verstopft oder nicht greifbar war. Andere wiederum bestürmten das Service-Personal, dass Verspätungs-Bescheinigungen für den Arbeitgeber oder die Schule ausgestellt werden sollten.
 
"Ich stand auf dem Bahnhof Nieukerk und wartete auf die Bahn um 8.12 Uhr. Nachdem nach zwanzig Minuten immer noch nichts zu sehen war, gab es eine Durchsage, dass sich der Zug auf unbestimmte Zeit verspäten werde", berichtete eine genervte Bahnkundin, die nach Kempen zur Arbeit wollte. "Ich habe mir dann mit einer Dame ein Taxi teilen müssen."
 
Von einem "Ausnahmezustand" sprach Heinz Schmitz von der Pressestelle der Bahn in Düsseldorf auf WZ-Nachfrage: "Bei einem Ausfall von einer Stunde gibt es dann einen enormen Domino-Effekt. Der ganze Zeitplan wird dann bei uns durcheinander gewirbelt." Erst am frühen Nachmittag fuhren die Züge im Bereich Kempen wieder gemäß Fahrplan.
 
In ganz Nordrhein-Westfalen hatten die Bahn-Mitarbeiter mit Problemen wegen der schweren Gewitter zu kämpfen. Nach Blitzeinschlägen in Stellwerken, Bahnübergangs-Anlagen und Oberleitungen sei es, laut Bahn AG, bei rund 300 Zügen zu Verspätungen zwischen zehn Minuten und einer Stunde gekommen. 20 Züge seien komplett ausgefallen und etwa 10 000 Pendler seien zu spät zur Arbeit gekommen. "Bei diesem Wetter kämpfen wir natürlich auch", meinte Bahn-Sprecher Manfred Ziegenrath, Düsseldorf.
 
- Lutz Mäurer -


© Pipeline 2002 - Ein Service von www.blitzschutz.com
zum Seitenanfang zurück