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General Anzeiger Bonn ] 21.06.2002
Blitz schlug in den Stamm einer Eiche
Meckenheim - Baum auf dem alten Friedhof in Meckenheim musste abgetragen werden - Bei Alfter standen ganze Felder unter Wasser - Kein größerer landwirtschaftlicher Schaden.
Die Gewitterfront von vorletzter Nacht hat deutliche Spuren hinterlassen. Auf dem jüdischen Friedhof in Meckenheim, einem der ältesten im Rhein-Sieg-Kreis, lagen weitverstreut weggesprengte Rindenstücke. Die Wucht des Blitzes hatte tiefe Spalten in den Stamm einer fast 100-jährigen Esche gerissen. Einige Ziegel an einer Mauerecke des Friedhofes waren heruntergefallen.
Teile des Mauerputzes lagen weit sichtbar bis auf die andere Seite der Straße am Stephansberg verstreut. Urheber für die Zerstörung war ein Blitz der in der Regel mit etwa 100 Kilo-Ampere in die Bäume einschlägt, so auch in die höchste Esche des Friedhofes.
Gegen 1.15 Uhr gab es über den Häusern auf dem Stephansberg/Ecke Dechant-Kreiten-Straße einen großen Schlag, erläuterten Anlieger am Donnerstag. Stromsicherungen flogen allenthalben heraus. Andreas Schmengler und Beate Meffert-Schmengler wurden im ihrem Haus am Stephansberg vom dem ohrenbetäubenden Krachen aus dem Schlag geweckt. Am Donnerstag Morgen erst war das ganze Ausmaß des Schadens zu erkennen.
Der Beigeordnete Albert Bergmann erläuterte: "Der Baum musste abgetragen werden." Die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr des Löschzuges Meckenheim und Mitarbeiter des Bauhofes gingen ans Werk, denn der Baum sei nicht mehr zu retten gewesen. Der 30 Meter hohe Stamm drohte auseinander zu brechen und gefährdete die umliegenden Häuser, fürchtete der Beigeordnete. Die Mannen der Wehr fuhren mit der Drehleiter bis zu 25 Meter hoch, um Ast für Ast abzutragen.
Und während in weiten Teilen der Region am Donnerstag kirschkerngroße Hagelkörner auf Menschen, Häuser, Autos und die Natur niederprasselten, öffnete im Vorgebirge der Himmel weit seine Schleusen. Sintflutartige Regenfälle verwandelten in sekundenschnelle Straßen in Bächen, an zahlreichen Hängen wurde das Erdreich abgespült. Doch hatten die Landwirte noch Glück im Unglück. Zwar standen ganze Felder unter Wasser, doch versickerte das kühle Nass schnell wieder. Anders als im Norden des Landes, zerstörte der Hagel nicht ganze Erdbeerfelder oder Ernten. Ein größerer landwirtschaftlicher Schaden entstand zum Glück nicht.
- rom -
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