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Pipeline ] 17.05.2002
Blitz legt das Windrad lahm
Hinsbeck - Das Bürger-Windrad in Oilrich hat es schwer: Am Mittwoch musste der Propeller abgebaut werden; Ende Mai geht es vor Gericht weiter.
Steht das Bürger-Windrad in Oirlich unter keinem guten Stern? Nach jahrelangen Querelen um den Bau und immer noch andauernden Streit vor Gericht, schlug im März auch noch der Blitz in eines der Rotorblätter und ließ es auf einen Meter Länge aufplatzen.
Am Mittwoch demontierten Techniker den gewaltigen Propeller. Ein Blatt wiegt knapp fünf Tonnen und ist 23 Meter lang. Bernhard Zanders, Initiator des Windkraft-Projekts: "Ich hoffe, der Schaden ist in ein bis zwei Wochen repariert."
1998 wurde das 55 Meter hohe und 1,3 Millionen Mark teure Rad auf Betreiben von 33 Nettetaler Bürgern aufgestellt und seitdem von der Umweltkontor AG betrieben. Anfang 1999 ging es ans Netz. Seine maximale Leistung von einer Million Kilowattstunden jährlich entpricht dem Verbrauch von 270 Haushalten.
Doch die Energieproduktion lief nicht reibungslos. Zurzeit kann nur ein Bruchteil eingespeist werden, weil eine gewisse Grundspannung im Netz nicht überschritten werden darf. Nun liegen die Windrad-Betreiber mit den Stadtwerken im Klinsch, wer die erforderlichen Baumaßnahmen und die entgangenen Einnahmen finanziert. Vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht wird am 28. Mai verhandelt.
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