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Kölner Stadt-Anzeiger ] 08.11.2000
Extrem-Wetter fordert Tote durch Hitze, Blitz und Hagel
Hamburg. Die aktuellen Wetter-Extreme zwischen Wolkenbrüchen, Hagelschlag und brütender Hitze haben quer
durch Europa mehrere Menschenleben gefordert. Für Griechenland, die Türkei und den Balkan wurden am Mittwoch
Rekordtemperaturen bis zu 43 Grad erwartet.
In Athen zeigte das Thermometer bereits um 09.00 Uhr morgens (Ortszeit) 38 Grad. In Griechenland wurden nach
amtlichen Angaben bislang sieben Menschen mit einem Hitzschlag in die Krankenhäuser gebracht. Die Bevölkerung
wurde aufgerufen, nach Möglichkeit in den Häusern zu bleiben.
In Bulgarien waren am Dienstag vier Menschen an den Folgen der Hitze gestorben. Bei der Eisenbahn gab es Verspätungen,
weil die Züge wegen verformter Gleise die Geschwindigkeit reduzieren mussten. In Rumänien wurde am Mittwoch das
Trinkwasser rationiert; das Rote Kreuz verteilte auf den Straßen gratis Mineralwasser. In der südwestrumänischen
Hügelland-Region Oltenia wurde mit 41 Grad der höchste Wert seit dem Jahr 1916 gemessen, sagten die Meteorologen.
In Mitteleuropa dagegen wurden bei heftigen Unwettern mit Wolkenbrüchen und Hagelschlag mehrere Menschen getötet
oder verletzt.
In Tirol wurde ein deutscher Bergsteiger am Dienstag vor den Augen seines zehnjährigen Sohnes vom Blitz erschlagen.
Mehrere Menschen wurden durch im Hagel umstürzende Bäume verletzt; die Hagelkörner erreichten Hühnereigröße.
Zuvor waren in Frankreich zwei Menschen durch Blitzschlag ums Leben gekommen.
In Großbritannien entgleiste am späten Dienstagabend in der Nähe der westenglischen Stadt Bristol nach schwerem
Unwetter ein Hochgeschwindigkeitszug mit etwa 200 Passagieren. Alle Insassen konnten in Sicherheit gebracht
werden. Die Lokomotive war am Ende eines Tunnels mit Teilen eines Erdrutsches zusammen gestoßen.
- dpa -
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